Buenos Aires und weg

So, das wird dann wohl der letzte Artikel meines Blogs!

Am vergangenen Samstag habe ich vormittags ersteinmal noch ein bißchen in Santiago rumgehangen, habe mir die Wachablösung an der Moneda angesehen und mit Nina am Pool gegammelt.

Nachmittags ging dann der Flieger nach Buenos Aires. Nach den Expeditions- und Adventuretrips der vergangenen Monate hatten wir uns zum Abschluss auf einen sommerlichen Citytrip eingestellt, die schlechte Wettervorhersage wurde bewusst ignoriert und so hatten wir  nur Kleidchen und Shorts im Gepäck. In Argentinien angekommen, wurden wir dann ersteinmal mit der harten Realität konfrontiert, als wir die ersten zwei Tage bei viel Regen und gerade mal 20 Grad verbrachten. Trotzdem hat die Stadt gleich einen ganz besonderen C harme versprüht. Überall Cafés, nette Leute, hübsche Leute, kleine Geschäfte, Tango, überall die Lebensfreude, die wir in Santiago so oft vermisst haben. Unser Hostel -in der Straße Chile- war sehr cool, jeder Tag begann mit einem endlich mal guten Milchcafé  und nachts hatten wir das eigentliche Sechserzimmer für uns allein.

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Die Regentage haben wir mit Shoppen und viel, extrem viel Kaffeetrinken gut rumbekommen und die wenigen warmen Sachen, die wir dabei hatten, übereinandergezogen, haben wir dann auch nicht mehr ganz so gefroren. Aber wir haben natürlich auch sinnvolle Dinge getan. Am Sonntag, als es noch nicht ganz so geregnet hat, waren wir klassischerweise auf dem Markt von San Telmo und hinterher im Viertel La Boca. Überall tanzen sie Tango auf der Straße, die Leute genießen das Leben: viele Menschen, laute Musik und so hatte Buenos Aires einfach einiges zu bieten.

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Tango in La Boca

La Boca

Am Dienstag sind wir dann morgens früh mit der Fähre ins nahegelegene Uruguay gefahren. Die Überfahrt dauerte drei Stunden, das Schiff hat voll geschaukelt und mir war dann zwischendurch ganz schön schlecht, was wohl auch an der Überdosis Koffein lag, die ich an den Tagen zuvor zu mir genommen hatte. In Uruguay waren wir dann nur für einen Tag. Wir kamen in dem kleinen Städtchen Colonia an, mit anderen Worten waren wir also in Köln. Aber, die Kölner mögen es mir verzeihen, dieses Colonia war viel schöner als seine deutsche Namenspartnerin. Es war eben ein kleines altes Städtchen, mit Kopfsteinpflaster, endlos vielen Bäumen und in den kräftigsten Farben blühenden Pflanzen, süßen Restaurants und Cafés… einfach nett! Am Nachmittag kam dann auch die Sonne raus und so sind wir dann auf der ein oder anderen Bank versackt, bevor abends um sieben unsere Fähre zurück nach Buenos Aires fuhr.

Colonia

endlich wieder Sonne

Am Mittwoch schien endlich auch in Buenos Aires endlich die Sonne und so gefiel uns an unserem letzten Tag diese ohnehin schon tolle Stadt noch besser. Wir waren noch auf dem berühmten Friedhof von Recoleta, wo unter anderem Evita Perón begraben ist, waren in Palermo, dem wohl stylischsten Teil der Stadt und so verging der Tag.

recoleta

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Typischerweise sind wir dann abends viel zu spät zum Flughafen gefahren, was uns wiedereinmal kurzfristig in die Gefahr gebracht hat, den Flieger zu verpassen, aber wir wären nicht Kristina und Laura, wenn wir ihn nicht doch noch problemlos erreicht hätten. ;-)

Nach einer kurzen Nacht brachen meine letzten zwei Tage in Santiago an. Ich war nochmal im GI und wollte nur noch kurz Tschüß sagen, aber daraus wurden 2,5 Stunden… Danach habe ich mit den deutsch-österreichischen Damen chilenisches Essen und Eis genossen und schließlich den Abend mit Miri verbracht.

Am Freitag waren Miri und ich ersteinmal den ganzen Vormittag am Pool. Ach, das Leben kann so schön sein!

que agradable

Nachmittags haben wir noch eine Citytour gemacht, die letzten Erinnerungsfotos geschossen, Eis gegessen, ein paar Souvenirs und die Sachen für unsere Party am Abend besorgt und schließlich mit den Vorbereitungen begonnen.

"meine" Metrostation

Vorbereitungen

Tja und dann war auch der letzte Tag fast rum. Ich hatte ein paar Leute eingeladen, die ich in der Zeit kennengelernt habe und so haben wir dann bei Bowle und jeder Menge Essen noch sehr nett bis in die Nacht hineine zusammen gesessen.

chicas

ich werd sie vermissen, die Miri!

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Und dann war Samstag! Die letzten Dinge wurden verstaut, die Taschen immer wieder umgepackt, weil sie einfach nicht leichter werden wollten und um halb zehn bin ich mit Miri, Nina und Laura zum Flughafen aufgebrochen. Es war irgendwie doch ganz schön traurig, natürlich vor allem wegen Miri, denn die anderen Mädels werde ich ja in Europa wiedersehen. Miri vielleicht auch, aber wann? Nachdem wir uns verabschieden hatten, ging meine Reise ersteinmal nach Sao Paulo. Ich war total verwirrt, wusste gar nicht, ob das gerade wirklich passiert. Zack, alles vorbei! Aber in Brasilien hatte ich mich dann wieder gefangen und die Freude auf Zuhause überwog dann doch. Es war auf jeden Fall gut, dass die Lufthansa im Sommer gestreikt hat, denn so bin ich wenigstens auf einem Teil meiner Reise in den Genuss von Air France gekommen. Denn eins sei gesagt: die Lufthansa ist bedeutend schlechter… und dazu noch teurer!!! 

Wie auch immer: Chile war toll, es war ein Abenteuer, ich habe tolle Leute kennengelernt, die teilweise sehr ans Herz gewachsen sind, ich habe es im GI genossen,viel gelernt, viel Spaß gehabt und insgesamt viel Glück gehabt, dass mich kein Hund, keine Eckenspinne und keine Wanzen ;-) gebissen haben, dass mich alle so gut aufgenommen haben… Ich will wirklich kaum einen Moment von den 4,5 Monaten missen!!!

Schlussszene: Über eine lange Treppe verlässt sie in Frankfurt das Flugzeug. Der Himmel ist grau, es ist kalt, sehr kalt. Doch irgendwie, trotz all der genialen Erlebnisse, ist sie froh, wieder zu Hause zu sein. Nun wird entspannt und Weihnachten gefeiert!

Der Vorhang fällt. Chaucito!

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