Ja, ganz richtig, das war mein letztes Wochenende in Santiago. UNGLAUBLICH, wie die Zeit rast. In zwei Wochen um diese Zeit bin ich schon in Deutschland und wie ich höre ist es ja wirklich schrecklich kalt und winterlich. Naja, wenigstens gibt es bei euch Heizungen, wenn ich da an die Wintermonate hier zurückdenke…brrrr!
Mein Wochenende war sonnig und sehr cool: Gestern war ich ersteinmal mit meiner deutsch-österreichischen Truppe auf einem Markt, Santo Dominico, hier in Santiago, um mich langsam mal um ein paar Mitbringsel zu kümmern. Auf diesem Markt war ich schon mal, genauer gesagt am 30. Juli, dem Tag, an dem ich hier angekommen bin. Dick eingepackt, dennoch frierend und völlig überfordert. Dieses Mal war alles anders. Statt Schal und Fleecejacke kurze Hose, statt Überforderung nettes Bummeln durch einen schönen und vorallem mal ruhigen Ort von Santiago.
Nachdem wir genug Souvenirs gekauft hatten, haben wir dann noch einen spontanen Abstecher in die Mall gemacht, wo komischerweise ein Weihnachstbaum stand. Die Chilenen checken es echt nicht. Es ist doch Hochsommer, wie können sie da an Weihnachten denken. Echt bescheuert… heute habe ich in einem Laden gehört, wie sie Jingle Bells gespielt haben… Naja, ein Foto in kurzer Hose vorm Weihnachtsbaum musste auf jeden Fall sein!
Nach der vielen Sonne hatte ich dann aber abends einen kleinen Sonnenstich: Kopfweh, Schüttelfrost und ganz rote Arme. Aber zum Glück gibt es ja Aspirin und so habe ich dann mit meiner Mitbewohnerin Miri noch einen sehr netten Abend verbracht. Wir haben uns Wein, Eis und was zum Essen gekauft, zusammen gekocht, gegessen, getrunken, gequatscht und dann war es plötzlich voll spät und ich bin totmüde ins Bett gefallen. Puh, wenn ich daran denke, mich bald von ihr verabschieden zu müssen, werde ich schon etwas traurig…
Heute haben wir dann mit den WG-Unternehmungen gleich weiter gemacht: erstmal sind wir in die Kirche gegangen. Miri geht ohnehin regelmäßig und ich wollte mir das auch mal ansehen. Die Messe war dann voll schön und ganz anders als bei uns. Viel weniger steif, im Gegenteil, total locker. Die Kinder sprangen umher, alles lief etwas durcheinander, die Musik war viel fröhlicher und es schien eher wie ein nettes Beisammensein als wie ein Gottesdienst. Trotzdem haben mich die chilenisch-katholischen Riten etwas überfordert und so saß ich recht still und unscheinbar auf meiner Bank.
Nach der Kirche sind wir dann in so ein altes Haus gegangen, was heute ein Museum ist und da die Chilenen ja nur 200 Jahre Geschichte haben, sind sie ganz stolz auf diese alte Villa. Es war aber auch echt ein schönes Haus, etwas überladen, etwas dunkle schwere Möbel, aber ein schöner Garten!
Mittags waren wir dann wieder zu Hause und haben noch ein Weilchen an unserem Pool verbracht, der dann allerding schon so um 15h im totalen Schatten lag. Trotzdem: Poserfotos am Pool mussten genauso sein, wie die Sommer-Weihnachtsfotos gestern
Am späten Nachmittag bin ich dann mit Laura ins Museo Precolumbino gegangen, aber das war sehr öde. Gut dass wir heute umsonst reinkamen. Es standen viele Figuren herum, alles eben von idigenen Völkern, von den Mayas bis zu hin zu den Mapuche, was eigentlich spannend klingt, aber irgendwie war es das nicht. Vielleicht war es aber auch einfach zu heiß für’s Museum. So sind wir nur fix durch die Ausstellung gelaufen, um dann das nächste Café anzusteuern. Kulturbanausen!! Als uns dann vom Eiskaffe im Schatten ganz kalt war, haben wir uns noch eine Weile in die warme Abendsonne gesetzt bevor ich dann nach Hause gegangen bin. Hier haben Miri und ich dann ersteinmal den überfälligen Wohnungsputz gemacht und jetzt ist es schon wieder 23h. Ich werd also jetzt mal schlafen gehen. Morgen beginnt die letzte Woche von vier Monaten Praktikum am Goethe und diesesmal kann ich dann wohl auch echt nicht mehr verlängern, denn in nicht einmal zwei Wochen geht mein Flieger nach Frankfurt…
Liebe Grüße,
eure Kristina












November 24, 2008 um 8:45 pm
hi krisie, damn f***in cold german winter is waiting for u…
wir freuen uns schon auf dich!!